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Das nächste „Fest für Alle“ steht an!

Kommt zum „Fest für Alle“ am 13.11. ab 15 Uhr im Böninger Park!

Lernen wir uns kennen, trinken und essen gemeinsam – umsonst und draußen!

Am „Suppkultur“-Pavillon bekommt ihr Essen und Trinken (Wer kann, gibt eine Spende). Syntopia steht im „Umfairteil“-Pavillon bereit! Dort könnt ihr warme Anziehsachen und Dinge abgeben, die ihr gerne teilen möchtet oder mitnehmen, was ihr braucht. Im „Forderungspavillon“ sammeln wir Eure Forderungen und Unterschriften unter unser „ManiFest“ oder ein Videostatement.

Ein musikalisches Bühnenprogramm kann wie gewohnt nicht stattfinden, da an diesem Tag besondere Auflagen gelten („Volkstrauertag“). Aber wir sind bemüht, eine angemessene Lösung zu finden.

Wenn ihr uns dabei helfen und unterstützen möchtet, meldet Euch bei uns! Oder kommt immer montags ab 19 Uhr ins Zentrum für Kultur.

Bis dahin mit solidarischen Grüßen aus Hochfeld!

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Petition: Konsequente Aufklärung von Refat Süleymans Tod, Abschaffung von Subunternehmen

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Hier der Link zur Petition

An:

Vorstand ThyssenKrupp Steel Group

Vorsitz Betriebsrat ThyssenKrupp Steel Werk Bruckhausen

IG Metall bei ThyssenKrupp Steel Europe

Rat der Stadt Duisburg

Polizei Duisburg

Bezirksregierung Düsseldorf

Innenministerium Nordrhein-Westfalen

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen

Landesregierung Nordrhein-Westfalen

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Dortmund

Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales

Konsequente Aufklärung des Todes von Refat Süleyman und Abschaffung von Subunternehmen bei ThyssenKrupp-Steel und im gesamten Stahlsektor!

Wir, die bulgarischen Einwohner von Duisburg, unsere Landsleute aus Nordrhein-Westfalen, osteuropäische Arbeitsmigrant*innen, Teile der Gewerkschaften, Aktivist*innen und besorgte Menschen aus verschiedenen Teilen Deutschlands und darüber hinaus, alarmieren hiermit alle zuständigen Behörden und die Öffentlichkeit über die Umstände, die zum Tod von Refat Süleyman geführt haben. Wir kritisieren auch die fehlende Übernahme von Verantwortung und eine bislang ausbleibende, konsequente Untersuchung der Todesumstände. Die Leiche von Refat Süleyman, einem 26-jährigen türkischstämmigen bulgarischen Staatsbürger, wurde am 17.10.2022 nach einer dreitägigen polizeilichen Durchsuchung auf dem Gelände des ThyssenKrupp-Werks in Bruckhausen gefunden. Refat, der wenige Tage zuvor von einem Subunternehmen als Reinigungskraft eingestellt worden war, wurde am frühen Morgen des 14.10.2022 zu einem anderen Subunternehmen ausgeliehen und verschwand wenig später spurlos.

Die genauen Umstände von Refats Tod sind bis heute ungeklärt. Öffentliche Schilderungen der Polizeibehörden bleiben bislang äußerst vage. Sie deuten zwar auf einen Arbeitsunfall als Todesursache hin, lassen aber wichtige Fragen unbeantwortet, was seine ehemaligen Kolleg*innen und die breite Öffentlichkeit zutiefst beunruhigt. Diese Fragen betreffen v.a. den Arbeitsschutz und die Sicherheitsvorkehrungen bei ThyssenKrupp-Steel, beziehen sich aber auch auf grundlegende Arbeitsrechte und Arbeitsstandards in der Industriereinigung.

Vor kurzem hat die Corona-Pandemie die öffentliche Aufmerksamkeit auf die entsetzlichen Arbeitsbedingungen der meist osteuropäischen Arbeitskräfte in der deutschen Fleischindustrie geworfen. Die Situation im Reinigungs-, Bau- und Logistikgewerbe ist dabei nicht weniger katastrophal. Die Vergabe von Aufträgen an Subunternehmen, die bei ThyssenKrupp-Steel die vorherrschende Form der Beschäftigung von Reinigungskräften ist, ist bekanntermaßen eine der Hauptursachen für ausbeuterische Arbeitsbedingungen, mangelhafte Überwachung von Arbeitsstandards (v.a. da Verträge und Sicherheitsunterweisungen nur auf Deutsch ausgestellt werden) und fehlende Verantwortung. Mehr als ein Drittel der Arbeitsmigrant*innen in Duisburg sind bei Leiharbeitsfirmen oder ausbeuterischen Subunternehmern beschäftigt, die häufig weniger als halb so viel Lohn wie bei einer direkten Beschäftigung auszahlen. Sie bieten darüber hinaus keine Jobsicherheit und zahlen in der Regel keine Sozialversicherungsbeiträge.

Vor allem aber erhöhen die sinkenden Investitionen in den Arbeitsschutz, die zunehmende Flexibilisierung und die sich vertiefende Prekarität in diesem Sektor das Risiko von Arbeitsunfällen und Todesfällen. Zu den berüchtigten Beispielen gehören der Tod eines Arbeiters im ThyssenKrupp-Steel-Werk in Duisburg im Jahr 2004 aber auch die sieben ThyssenKrupp-Fabrikarbeiter, die 2007 in Turin (Italien) bei lebendigem Leib verbrannten. Auch der tödlich verletzte Reparaturarbeiter in ThyssenKrupp Fendorf Anfang dieses Jahres wurde der Öffentlichkeit bekannt. Aller Wahrscheinlichkeit nach gibt es noch weit mehr als diese bekannten Fälle, die ThyssenKrupp Steel und andere Unternehmen durch die Geheimhaltung von Unfall- und Todesstatistiken vor der Öffentlichkeit verbergen.

Opfer solcher ausbeuterischen Praktiken imReinigungsgewerbe sowie in anderen Branchen des Dienstleistungs- und Produktionssektors werden zumeist EU-Arbeitnehmer*innen aus Osteuropa, durch deren Freizügigkeit der Bedarf im hyperflexibilisierten Niedriglohnsektor gedeckt wird. EU-Migrant*innen haben nur sehr begrenzten Zugang zu sozialer Sicherung und sind somit großteils von prekären und ausbeuterischen Beschäftigungsverhältnissen abhängig. Außerdem gehören viele osteuropäische Migrant*innen ethnisch-kulturellen Minderheiten an und sind somit häufig rassistischen Stigmatisierungen ausgesetzt, die zur Rechtfertigung und Vertiefung ihrer extrem unterprivilegierten Position und systematischen Unterdrückung ihrer arbeits-, sozial- und staatsbürgerlichen Rechte führen.

Auch wenn die genauen Umstände des Todes von Refat bislang nicht bekannt sind, besteht kein Zweifel daran, dass sich die schlechten Arbeitsbedingungen, die sich durch die Einbindung von Subunternehmen noch verstärken, auf die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer*innen massiv auswirken. Konflikte zwischen Arbeiter:innen und Vorgesetzten sind so vorprogrammiert und es wird ein Umfeld geschaffen, in dem Unfällen und Misshandlungen Tür und Tor geöffnet werden. Diese Bedingungen müssen berücksichtigt werden und sind für die Untersuchung dieses tragischen Todesfalls unmittelbar relevant. Die Abschaffung dieser Bedingungen ist ein wichtiger erster Schritt, um sicherere und geschütztere Arbeitsverhältnisse für alle Arbeitnehmer*innen in den ThyssenKrupp-Werken zu gewährleisten.

Dementsprechend stellen wir folgende Forderungen:

(1) Wir fordern, dass die zuständigen Aufsichtsbehörden, insbesondere die Arbeitsschutzbehörde, das ThyssenKrupp-Werk in Bruckhausen sowie alle anderen ThyssenKrupp-Werke umfassend überprüfen, ob sie ein menschenwürdiges Arbeitsumfeld in der Gebäudereinigung bieten und ob die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen eingehalten werden. Wir fordern, dass Maßnahmen zur Arbeitsinspektion und die Durchsetzung geltender Regeln ggf. durch Sanktionen sichergestellt und effektiver gestaltet werden, um Verantwortlichkeiten klar zu definieren und die Beseitigung bzw. Minimierung von Gesundheitsrisiken für alle Arbeitnehmer*innen zu gewährleisten.

(2) Wir fordern eine umfassende Untersuchung des Geflechts von Subunternehmen, in denen das industrielle Reinigungspersonal von ThyssenKrupp beschäftigt ist. Besonders im Fokus stehen sollen dabei ihre Vertragspraktiken, die theoretisch geforderten Sicherheitsschulungen und Gesundheitskontrollen sowie die Abweichung von formellen und tatsächlichen Arbeitspflichten, die den Beschäftigten auferlegt werden. Insbesondere sollte die Tätigkeit der Subunternehmen Eleman GmbH und OPS GmbH, für die Refat Süleyman tätig war, sowie der Buchen GmbH, der er kurz vor seinem Verschwinden ausgeliehen wurde, sorgfältig überprüft werden. In Anbetracht der Gleichgültigkeit und mangelnden Übernahme von Verantwortung für den Tod von Refat muss die Zusammenarbeit mit diesen Unternehmen und allen zu ihnen gehörigen und ggf. mit ihnen verbundenen Firmen mit sofortiger Wirkung beendet werden.

(3) Wie das bisherige Ausbleiben von Konsequenzen von dem Tod von Refat Süleyman zeigt, führt der Einsatz von Subunternehmen mit ihren undurchsichtigen Vertragspraxen in der Reinigungsbranche zu einem intransparenten Geflecht von Akteuren. Sie umschiffen Fragen der Arbeitssicherheit und vermeiden effektiv die Haftung und Verantwortungsübernahme für Unfälle und Todesfälle. Daher fordern wir ein Ende der Zusammenarbeit mit Subunternehmern in allen ThyssenKrupp-Werken und die Einstellung von Reinigungs- und anderem Hilfspersonal mit regulären Verträgen, mit sicheren Arbeitszeiten, mit den erforderlichen Sicherheitsschulungen und Gesundheitskontrollen sowie mit garantierten Kranken- und Sozialversicherungsbeiträgen.

Wir, die bulgarischen Einwohner*innen von Duisburg, unsere Landsleute aus Nordrhein-Westfalen, osteuropäische Arbeitsmigrant*innen, Gewerkschaftsvertreter*innen, Aktivist*innen und besorgte Menschen aus verschiedenen Teilen Deutschlands und darüber hinaus haben ihre Entschlossenheit demonstriert, endlich Konsequenzen aus den unmenschlichen Arbeitsbedingungen zu fordern. Wir werden hartnäckig bleiben, bis die Umstände von Refat Süleymans Tod geklärt sind und die Verantwortlichen zusammen mit den Betroffenen strukturelle Veränderungen umsetzen. Um den Bedingungen, die zu dieser Tragödie geführt haben, ein Ende zu setzen und und weitere Arbeitsunfälle zu verhindern,fordern wir von den zuständigen Arbeitsschutzbehörden, ThyssenKrupp Steel und dem gesamten Stahlsektor Konsequenzen und entschiedenes Handeln. Wir fordern ein Ende des Einsatzes von Subunternehmen in allen Werken von ThyssenKrupp und anderen Stahlproduzenten und die Einstellung aller Hilfskräfte mit regulären Verträgen, die sichere und gesunde Arbeitsbedingungen gewährleisten.

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Gedenken an Refat Süleyman

Heute haben circa 3000 Menschen in Bruckhausen anlässlich des ungeklärten Todes des 26 jährigen bulgarischen Rom Refat Süleyman bei Thyssen demonstriert.

Viele Fragen sind noch offen, wie der junge Mann ums Leben kam und warum sein Verschwinden zunächst niemandem aufgefallen sein soll. So schildert ein Arbeiter beispielsweise, dass es sofort auffallen würde, wenn eine Stahlplatte verschwinden würde, aber die Arbeiter dem Unternehmen egal seien. Die Leute sind wütend und ihre Empörung bezieht sich insbesondere auch auf die Arbeitsbedingungen bei Thyssen. Sie fordern Aufklärung über den Todesfall und Respekt und menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig wurde sehr deutlich, dass die Leute kein Vertrauen mehr in die Polizeiarbeit haben. Wir schließen uns der Forderung an: Aufklärung und Gerechtigkeit für Refat Süleyman!

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UAKUA kooperiert mit der Tafel Duisburg

#SolidarischerHerbst#solidarischdurchdiekrise

Wir kooperieren mit dem Duisburger Tafel e.V.!

Heißt konkret: Bei all unseren Veranstaltungen ist die Spendendose der Tafel immer dabei und darf gefüllt werden! Außerdem rufen wir dazu auf, die Tafel in ihrer enormen Arbeit zu unterstützen!

Schon jetzt versorgt der Verein jede Woche bis zu 3800 Menschen im gesamten Stadtgebiet. Alle Menschen mit HartzIV, Wohngeld, einer zu kleiner Rente oder mit Fluchterfahrung sind willkommen! Damit das so bleibt, braucht der Verein jede Unterstützung!

Denn die Lebensmittelspenden und auch die Spendenbereitschaft allgemein sinken derzeit krisenbedingt, während der Bedarf stetig steigt. Also, helft dem Duisburger Tafel e.V. dieser enormen Heraus-forderung zu begegnen! Aufnahmestopps oder Verteilungskämpfe unter Bedürftigen können wir nicht hinnehmen!

Mit solidarischen Grüßen aus Hochfeld!

#unserearmutkotztunsan#EnoughlsEnough#tascheleerschnauzevoll

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Jahrestag der Beisetzung von Amed Ahmad

Heute, vor vier Jahren, wurde Amed Ahmad in Bonn beerdigt.

Und wieder ist ein Jahr vergangen, seit wir hier in Bonn zuletzt zusammengekommen sind, um an Amed Ahmad zu gedenken, aber auch um die Forderungen nach Aufklärung, Gerechtigkeit und Veränderungen laut zu machen. Seitdem gab es vor allem auch im PUA viel skandalöses Schweigen und Vergessen und noch mehr Fragezeichen als zu Beginn. Das Ergebnis des PUAs war absehbar: alles bedauerliche Fehler von Einzelpersonen. Wenn das Motiv Rassismus von Anfang an nicht untersucht wird, ist das Ergebnis nicht verwunderlich.

Es war für die Familie und für die Freund:innen von Amed in den letzten vier Jahren ein wichtiges Zeichen, dass sie mit ihrem Schmerz und auch ihrer Wut nicht allein sind. Und auch heute ist es wichtig, dass ihr ein sichtbares Zeichen setzt, um gemeinsam an Amed zu gedenken, an ihn zu erinnern, zu trauern und Anteil zu nehmen. Genauso wie für alle anderen Opfer rassistischer Polizeigewalt!

Wir wissen, dass wir für Aufklärung, Gerechtigkeit und Veränderungen selber kämpfen müssen und auch weiterhin kämpfen werden. Wir geben heute erneut das Versprechen, dass wir auch in Zukunft füreinander einstehen werden. Gleichzeitig haben wir aber auch Angst, dass sich eine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber tödlicher Polizeigewalt durchsetzt, da uns die Erfahrung eint, dass man als deutscher Polizist mit der schlimmsten Gewalt ungestraft davon kommt.

Was wir aber brauchen ist eine viel stärkere Skandalisierung dieser systematischen Entrechtungen, die ja Jahrhunderte Kontinuität hat, und eine viel stärkere Vernetzung und Sichtbarkeit unserer gemeinsamen Kämpfe gegen rassistische Gewalt und systematische Entmenschlichung und Ausbeutung. Wir brauchen eine stärkere zivilgesellschaftliche Öffentlichkeit, die Druck macht und laut bleibt.

Wir wollen heute an Amed gedenken,

aber wir klagen auch an!

Gerechtigkeit und Aufklärung! Von Kleve, Dortmund bis Wuppertal- Gemeinsam gedenken, solidarisch kämpfen.

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Fest für Alle – Unsere Armut kotzt uns an!

Hiermit möchten wir die Begrüßungsrede auf dem zweiten „Fest für Alle“ dokumentieren:

Im schönsten Sonnenschein wurde die zweite Ausgabe ein wirkliches „Fest für Alle“! Danke allen Beteiligten!

Hier unsere Begrüßungsrede:

„Wir begrüßen Euch als Doppelwumms zur zweiten Ausgabe unseres solidarischen Get-Togethers: das „Fest für Alle“! Alle reden vom „heißen Herbst“, wir bringen Wärme in den Winter! Wir haben Euch versprochen, dass die Sonne scheint und freuen uns, dass ihr so zahlreich gekommen seid!

Das erste Fest fand ja im strömenden Regen und sozialer Kälte statt, deshalb habe ich diesen Schirm dabei, der sogenannte Abwehrschirm! Die Bundesregierung hat ja auch einen Abwehrschirm von 200 Milliarden versprochen, eben der Doppelwumms aus Gas- und Strompreisdeckel! Das klang markig und wild entschlossen! Nur ist bis jetzt nicht klar, welcher Deckel auf welchen Topf gehört und was in den jeweiligen Töpfen drin sein soll! Und während die Kommunen, kleine und mittlere Unternehmen und vor allem Menschen mit niedrigen oder keinem Einkommen vor zunehmend leeren Töpfen sitzen, streiten sich Bundesregierung und die Länderchefs, über die Verteilung der Kosten bzw. darüber, wieviel Armut durchgesetzt werden kann!

Wer bezahlt wieviel für Energie? Wer bekommt überhaupt noch Energie, weil er/sie zur kritischen Infrastruktur gehört? Gehen Stadtwerke pleite, werden Krankenhäuser geschlossen, Schulen und Kindergärten nicht mehr beheizt? Wer stemmt die Kosten für das 9€-Nachfolgeticket und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs? Und was ist eigentlich mit dem erhöhten Wohngeld, das ab 1. Januar 2023 laut Entlastungspaket kommen soll?

Ja, es steht viel auf dem Spiel und die Faschisten der AfD laufen sich, wie gestern mit 8000 Menschen in Berlin schon einmal warm! Aber die politisch Verantwortlichen agieren, wie bereits in der Corona-Pandemie, nach dem Leitspruch: Wenn du’s eilig hast, laufe langsam! Dabei ist Eile angemahnt, wie der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, erklärte: Es müsse jetzt schnell gehen, sonst laufe die BRD Gefahr, angesichts von 14 Millionen Armen „am unteren Rand auseinanderzubrechen“.

Aber anstatt unbürokratischer und gezielter Entlastungen gerade für von Armut betroffene Menschen, wartet die Politik aktuell erst einmal lieber ab, was die „Gaspreiskommission“, die an diesem Wochenende tagt, für Vorschlage macht! Wie sagte der Generalsekretär der SPD, Kevin Kühnert: „Wir haben nur einen Schuss und der muss sitzen!“ Eine Rhetorik, in Zeiten des Krieges, bei der einem Himmelangst werden kann und bei der wir aufpassen müssen, dass es nicht bei bloßen Ankündigungen bleibt oder der „Abwehrschirm gegen Armut nicht zum Abwehrschirm gegen die Armen wird!“

Und es stellt sich Frage, warum die Kosten auch dieser Krise wieder sozialisiert, d.h. auf alle aufgeteilt werden, während die Gewinne privatisiert bleiben! Denn die „Superreichen“ werden gerade durch den FDP-Finanzminister und Oberschuldenbremser, Christian Lindner, steuerlich entlastet bzw. gar nicht herangezogen! Dabei verhalten die sich wie „ökologische Vandalen“, wie der Stern vom 5.11. titelte und sind für 16% der weltweiten Co2-Emissionen, allein durch ihren Lebensstil, verantwortlich! Nafkote Dabi, Klimaexpertin bei Oxfam, sagte dazu: „Eine kleine Elite gönnt sich einen Freifahrtschein für die Zerstörung unseres Klimas.“ Dies habe katastrophale Folgen für Millionen Menschen, die bereits jetzt mit tödlichen Stürmen, Hunger und Not konfrontiert seien. Mit einem einzigen Weltraumflug verursache ein Milliardär mehr Emissionen, als jemand aus der ärmsten Milliarde Menschen in einem ganzen Leben zusammenbringe.

Eine schnelle Einführung einer Übergewinn-, einer Vermögens- und Erbschaftssteuer wäre also ein richtiger Wumms – ein Triplewumms! Denn er würde diejenigen in die Pflicht nehmen, die – auch ohne Krise – profitieren! Irgendwann müssen die Schulden beglichen werden und warum solllen auch die Armen die Zeche bezahlen, die jetzt schon am meisten unter der Krise leiden! #Inflation Es bleibt dabei: Lasst uns wieder gemeinsam die soziale Frage stellen: „Warum geht es den einen gut und den anderen schlecht?“

Umverteilung ist unsere Antwort! Das heißt solidarisch, auch „durch die Krise“! Welche Forderungen habt ihr? Gerade in dieser Krise lernen wir: Wir dürfen von niemanden etwas erwarten und können uns nur selbst helfen! Beginnen wir mit dem Aufbau und der Vernetzung solidarischer Gegenstrukturen! Das „Fest für Alle“ ist ein Anfang! Lernen wir uns kennen und sprechen darüber, was uns erwartet. Trinken und essen wir gemeinsam und hören Musik! Am „Suppkultur“-Pavillon bekommt ihr Essen und Trinken (Wer kann, gibt eine Spende). Syntopia steht im „Umfairteil“-Pavillon bereit! Dort könnt ihr warme Anziehsachen und Dinge abgeben, die ihr gerne teilen möchtet oder mitnehmen, was ihr braucht. Im „Forderungspavillon“ sammeln wir Eure Forderungen und Unterschriften unter unser „ManiFest“ und auf der Bühne heizen Euch heute TENOR und KATE BOSS ein!

„Unsere Armut kotzt uns an!“ ist eine Initiative aus Duisburg-Hochfeld, von Menschen in Armut und Menschen, die sich mit ihnen und uns solidarisch erklären. In den gegenwärtigen Krisen waren und sind vor allem arme Menschen betroffen, ohne das ihre Perspektive öffentlich und laut gehört wird. Insbesondere Hochfeld ist ein armer und auch immer wieder stigmatisierter, kriminalisierter Stadtteil. Vom „Problemstadtteil“ ist oft zu hören und zu lesen, aber von den Problemen der Menschen in Hochfeld wird kaum Notiz genommen. Das wollen wir ändern: Wir möchten, dass sich der Fokus verschiebt auf uns und unsere Interessen und Forderungen!“

#unserearmutkotztunsan#SolidarischdurchdieKrise #EnoughlsEnough#IchBinArmutsbetroffen #SolidarischerHerbst

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Einjähriges Mietsvertrags-Jubiläum

Gestern vor einem Jahr haben wir den Mietvertrag für das Zentrum für Kultur unterschrieben. Lasst uns morgen gemeinsam darauf mit nem Gläschen Sekt anstoßen! 🥳

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Stilles Gedenken – Duisburg 1984

In Gedenken an:

Ferdane Satır (40)

Çiğdem Satır (7)

Ümit Satır (5)

Songül Satır (4)

Zeliha Turhan (18)

Rasim Turhan (18)

Tarık Turhan (50 Tage)

#keinvergessrn#saytheirnames#initiativeduisburg1984

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Stilles Gedenken – Duisburg 26.08.1984

Die Familien Satır und Turhan laden gemeinsam mit der Initiative Duisburg 1984 ein, der sieben Opfer des Brandanschlags vom 26.08.1984 zu gedenken:

Ferdane Satır (40)

Çiğdem Satır (7)

Ümit Satır (5)

Songül Satır (4)

Zeliha Turhan (18)

Rasim Turhan (18)

Tarık Turhan (50 Tage)

wurden in der Nacht vom vom 26. auf den 27. August 1984 durch einen Brandanschlag aus dem Leben gerissen. Weitere Angehörige der Familien und Anwohner*innen des Hauses wurden schwer verletzt und haben nur durch Glück überlebt.

Rassismus als Tatmotiv wurde damals nicht konsequent überprüft, weshalb es bis heute keine hinreichende Aufklärung und Gerechtigkeit gibt. Zur Mahnung muss deshalb heute über Rassismus gesprochen und an die Opfer erinnert werden.

Ihr seid nicht vergessen!

26.08.2022, 18 Uhr – Stilles Gedenken an der Wanheimer Straße 301, Duisburg-Wanheimerort.

#saytheirnames#du1984#Rassismustötet

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Erneute Zwangsräumung in Hochfeld

Kundgebung gegen Zwangsräumung und Verdrängung am Mittwoch, 25.05., 18 Uhr an der Pauluskirche Hochfeld.

Erneut unangekündigte Zwangsräumung in Duisburg Hochfeld – angeordnet durch das Bauamt, umgesetzt durch die Taskforce. Die menschenverachtende Praxis muss ein Ende haben! Wir brauchen keine „Taskforce Schrottimmobilie“, wir brauchen eine Taskforce für menschenwürdige Lebensbedingungen!“Informiert wurde [ein Mieter] im Vorfeld durch den Eigentümer nicht, dass es Probleme mit dem Haus gebe. Die Stadt erklärt nach ersten Informationen, dass sich im Keller „erhebliche Brandlasten„ befunden haben. Wegen Gefahr in Verzug habe es keine andere Möglichkeit gegeben, als die Gebäude zu schließen.Lena Wiese vom Verein der Solidarischen Gesellschaft der Vielen kündigte an, dass es am Mittwoch vor der Pauluskirche eine Kundgebung geben soll, die auf die Situation in Hochfeld aufmerksam machen soll. Zuletzt hatte es Anfang Mai eine Mahnwache an der Gravelottestrasse gegeben. Zum ersten Mal hatten die Bewohner dort im Vorfeld von einer möglichen Räumung erfahren. Im Februar waren zuletzt Häuser an der Gravelottenstrasse 39 geschlossen worden.“

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