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unserearmutkotztunsan

Unsere Armut kotzt uns an!

Kommt zum Fest! Alle! 18.09. von 15-19 Uhr im Böninger Park!
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Kidz

Theater spielen im Zentrum für Kultur

Du erfindest gerne Geschichten?
Du wolltest schon immer mal in eine andere Rolle schlüpfen?
Oder willst du einfach mal was Neues ausprobieren?

Einmal die Woche wollen wir im Zentrum für Kultur zusammen Theater spielen. Egal was euch interessiert, wir machen Theater draus. Egal ob Schule, Traumgeschichten oder Tiktok. Dabei spielen wir Situationen aus dem Leben nach und erfinden eigene kleine Fantasieszenen. Wir denken uns Figuren, Kulissen und Kostüme aus. Wir improvisieren, tanzen und singen und erfinden Geschichten.

Komm vorbei!
Ab Freitag, 16.09.
jeden16.30-18.00
im Zentrum für Kultur.

Das Angebot ist für alle zwischen 10 und 14 Jahren.

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Kidz

Trickfilmwerkstatt im Zentrum für Kultur

Ob für Bastellöwen oder KritzelKöniginnen, ob für Kameraneugierige oder Soundgebeisterte, in der weiten Welt des „Trickfilms“ gibt es viel zu entdecken. Das ZK verwandelt sich jeden Donnerstag zu einem Ausprobierort mit einem Bastelspace. 2 Animationsbereiche für CUT-OUT-Animation und optional zu einer Posproduktions- und einer Soundecke. Hier können die ersten eigenen Cut-Out-Trickfilme entstehen, es darf aber auch was anderes wachsen!

Kommt vorbei!
Ab Donnerstag, 15.09.
jeden Donnerstag 15-17:30 Uhr
im Zentrum für Kultur.

Ein Angebot für Kids von 10 – 14 Jahren.

Ein Projekt der LKJ NRW e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft Kunst und Medien NRW e.V. in Kooperation mit SGDV e.V., gefördert vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

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Stilles Gedenken – Duisburg 1984

In Gedenken an:

Ferdane Satır (40)

Çiğdem Satır (7)

Ümit Satır (5)

Songül Satır (4)

Zeliha Turhan (18)

Rasim Turhan (18)

Tarık Turhan (50 Tage)

#keinvergessrn#saytheirnames#initiativeduisburg1984

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Sozialberatung

Sozialberatung sucht Unterstützung!

Unsere Sozialberatung sucht Unterstützung:

Als Verein bieten wir eine ehrenamtliche Sozialberatung an. Die Beratung umfasst Informationen, Hilfe und Tipps bei Problemen sowie Unterstützung bei der Durchsetzung von Leistungsansprüchen gegenüber Behörden. Vertraulich, parteiisch und kostenlos!

Wenn du dich einbringen möchtest und Erfahrungen in der Beratung hast, dann melde dich gerne bei uns:

beratung@sgdv.org

0163 3675139

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Stilles Gedenken – Duisburg 26.08.1984

Die Familien Satır und Turhan laden gemeinsam mit der Initiative Duisburg 1984 ein, der sieben Opfer des Brandanschlags vom 26.08.1984 zu gedenken:

Ferdane Satır (40)

Çiğdem Satır (7)

Ümit Satır (5)

Songül Satır (4)

Zeliha Turhan (18)

Rasim Turhan (18)

Tarık Turhan (50 Tage)

wurden in der Nacht vom vom 26. auf den 27. August 1984 durch einen Brandanschlag aus dem Leben gerissen. Weitere Angehörige der Familien und Anwohner*innen des Hauses wurden schwer verletzt und haben nur durch Glück überlebt.

Rassismus als Tatmotiv wurde damals nicht konsequent überprüft, weshalb es bis heute keine hinreichende Aufklärung und Gerechtigkeit gibt. Zur Mahnung muss deshalb heute über Rassismus gesprochen und an die Opfer erinnert werden.

Ihr seid nicht vergessen!

26.08.2022, 18 Uhr – Stilles Gedenken an der Wanheimer Straße 301, Duisburg-Wanheimerort.

#saytheirnames#du1984#Rassismustötet

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Antiziganismus Fest der Vielen Podiumsgespräch Veranstaltung Zwangsräumung

Presse: „Festival der Vielen“: Live-Musik und politische Statements

Wir werden noch Fotos und Videos von diesem wunderschönen Wochenende veröffentlichen. Hier ein erster Bericht der WAZ (hinter der Paywall aber):

„Ohren und Augen in Richtung Bühne gewandt, blinzelt man entspannt in die Sonne. Zwischen dreißig und fünfzig Jahre alt dürfte das Gros der Besucherinnen und Besucher sein, ein paar Kinder wuseln herum. „Extrem entspannt“ und viel besser besucht als erwartet findet auch Lena Wiese die Atmosphäre. Sie gehört mit dem Verein „Solidarische Gesellschaft der Vielen (SGDV)“ zu den Initiatoren und Organisatoren des Festivals.

Zum ersten Mal haben sie ein selbstorganisiertes Programm über drei Tage bei freiem Eintritt auf die Beine gestellt. Der Verein, der vor allem Sozialberatung in Hochfeld macht, verfolgt mit dem Festival nicht nur kulturpolitische Ziele. Er fragt auch nach der Zukunft des Stadtteils vor dem Hintergrund der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027.

Politik ist auf dem Festival tatsächlich unübersehbar. Zahlreiche sozial- und kulturpolitische Gruppen aus der Region stellen sich dar.“

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Antiziganismus Fest der Vielen Veranstaltung Zwangsräumung

Presse: „UMKÄMPFTER STADTTEIL – GETEILTE GESCHICHTEN“

Unser erstes Interview bei STUDIO 47 über unsere Arbeit in Hochfeld, die Gründe, warum wir das Zentrum für Kultur Hochfeld gegründet haben, was wir von der Taskforce Schrottimmobilie halten und natürlich auch was euch auf dem Fest der Vielen 2022 erwartet. Kommt vorbei!

Hier der Link

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Antiziganismus Sozialberatung Veranstaltung ZK Hochfeld Zwangsräumung

Presse: Rausschmiss ohne Warnung

„Wir sprechen hier von einer humanitären Krise“, sagt Wiese. „Was in Duisburg stattfindet, ist die systematische Entrechtung von marginalisierten Menschen.“ Seit 2012 räumt die Stadt Duisburg mithilfe der sogenannten Taskforce Problemimmobilien Mie­te­r*in­nen aus ihren Wohnungen. Allein in den letzten fünf Jahren hatten rund 1.200 davon einen rumänischen oder bulgarischen Hintergrund, etwa die Hälfte der Geräumten insgesamt. […]

„Nach unten treten ist immer einfach“, sagt Ulucan. Das wüssten nicht nur „die Deutschen“, auch manche türkischstämmige Leute hier seien offen rassistisch gegen die Menschen aus Rumänien. „Duisburg ist ne arme Stadt. Wenn der Kuchen nur so klein ist, hast du Angst vor Mitbewerbern.“

Foto: Felix Hecker

Grund dafür sei auch fehlende Aufklärung. Das unabhängige ZK ist eine der wenigen Einrichtungen im knapp 500.000 Ein­woh­ne­r*in­nen starken Duisburg, die sich überhaupt mit Antiziganismus beschäftigen. Um für Begegnung und Öffentlichkeit zu sorgen, organisieren Wiese, Ulucan und Steffen seit einiger Zeit Kundgebungen, Info-Veranstaltungen, sind bei Räumungen zugegen. Ziel sei nicht, für die Betroffenen zu sprechen, sondern ihnen zu helfen, sich selbst zu organisieren.

Auch mit Kulturangeboten will das ZK den Zusammenhalt im Viertel stärken und veranstaltet deshalb vom 19. bis 21. August zum zweiten Mal das „Fest der Vielen“ im Hochfelder Rheinpark. […]

Während am Rhein schon jetzt die weiße Mittelschicht ihren Aperol in der Abendsonne genießt, füllt sich auch das ZK langsam. Das gelbe Licht einer Straßenlaterne fällt auf die Gesichter der Leute und leise Funk-Musik schallt durch das gekippte Fenster. Wiese, Steffen und Ulucan sind zufrieden mit ihrem Kiez, wie er ist. „Das ist neben Marxloh der einzige urbane Stadtteil im westlichen Ruhrgebiet“, sagt Steffen. „Hier kannst du 24/7 einkaufen, kriegst mitten in der Nacht noch was zu essen. Wo gibt es das sonst in Duisburg?“

Die drei fürchten, dass die Zwangsräumungen auch etwas mit den großen Plänen der Stadt zu tun haben könnten. „Die wollen die Rumänen hier weghaben“, sagt Ulucan. Seitens der Stadt wird jeglicher Zusammenhang zwischen Großprojekten und Räumungen dementiert.

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Fest der Vielen Podiumsgespräch

Presse: Gemeinsam gegen Rassismus und Verdrängung

Das „Fest der Vielen“ in Duisburg-Hochfeld, veröffentlicht von der Amadeu Antonio Stiftung, Lorenz Blumenthaler

„Es herrschen ein buntes Treiben und ein Wirrwarr der Sprachen in Duisburg-Hochfeld. In anderen Kontexten würde man wohl von gelebtem „Multikulti“ sprechen, von einem lebendigen, lebenswerten Stadtteil. Doch der Schein trügt. Spätestens seitdem der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link (SPD) 2015 auf einer Konferenz in Berlin stolz verkündete: „Ich hätte gerne das Doppelte an Syrern, wenn ich dafür ein paar Osteuropäer abgeben könnte.“ Auch wenn sich Link später entschuldigte, war die Stoßrichtung klar: Gerade die im Viertel lebenden Rom:nja sind der Stadt ein Dorn im Auge.

Denn Duisburg-Hochfeld ist ein sogenannter „Ankommensstadtteil“. Ein ehemaliger Arbeiter:innenbezirk, wie es ihn in beinahe jeder Großstadt gibt, geprägt vom Strukturwandel, dem Niedergang der Schwerindustrie, von Arbeitslosigkeit und damit auch vom Wegzug weiter Bevölkerungsteile. Hinzu kommt ein hoher Migrationsanteil, häufig von Familien aus Südosteuropa. Die Mieten sind in Hochfeld noch erschwinglich. Es herrscht eine starke Fluktuation, die durch die Stadtteilpolitik befeuert wird: Menschen sollen hier zwar ankommen, dann aber auch schnell wieder wegziehen. Investitionen in die Bausubstanz und die soziale Infrastruktur – Fehlanzeige. Dafür soll im Rahmen des Modellprojekts „Urbane Zukunft Ruhr“ „eine neue Art von Wohnen, Leben, Arbeiten und Bildung mit Teilhabe für alle Bürgerinnen und Bürger“ entstehen. Dass damit bei weitem nicht alle Bürger:innen gemeint sind, ist offenbar: Damit die Stadtentwicklung nach Plan läuft, wird auch schon mal mit Zwangsräumungen nachgeholfen. Diese treffen vor allem Großfamilien aus Südosteuropa. „Nach wie vor werden hier Bulgar:innen und Rumän:innen, die als Sintija und Romnja gelesen werden, zwangsgeräumt und auf die Straße gesetzt“, erklärt Lena Wiese vom Verein für die Solidarische Gesellschaft der Vielen e.V..

Um dem rassistisch aufgeladenen Diskurs und den Verdrängungsdynamiken etwas entgegenzusetzen, veranstaltet der Verein auch in diesem Jahr wieder das „Fest der Vielen“. Vom 19. bis 21. August findet das Festival im Duisburger Rheinpark statt, unter dem Motto „Umkämpfter Stadtteil: Geteilte Geschichten“. Geteilte Geschichten gibt es genug im „Ankommensstadtteil“. Geschichten, die zu selten erzählt werden. Wie die vom Brandanschlag im Jahr 1984. Damals in der Nacht vom 26. auf den 27. August legte eine Brandstifterin Feuer in einem Wohnhaus, das ausschließlich von Menschen aus „Gastarbeiter:innenfamilien“ bewohnt wurde. Die Familie Satır lebte zu diesem Zeitpunkt im zweiten Stock. Entgegen der Warnung ihrer Mutter sprangen Rukiye und Aynur Satır aus dem Fenster. Sie überlebten, während sieben weitere Familienmitglieder verbrannten.

Ohne Veranstaltungen wie das „Fest der Vielen“ würde wohl auch diese Geschichte in Vergessenheit geraten. Mit einem vielfältigen Programm aus Podiumsdiskussionen, Konzerten und Infoständen wird die vielfältige Geschichte des Stadtteils erzählt, gerade die Geschichten, die sonst wenig öffentliche und gleichzeitig die aktuelle rassistische Verdrängungsdynamik thematisiert werden. Die Veranstalter:innen wollen den unhörbar gemachten Stimmen der Duisburger Migrationsgesellschaft eine Bühne geben – oder wie es Lena Wiese formuliert, „die Atmosphäre des Nach-unten-Tretens aufbrechen und den Solidaritätsgedanken wieder stark machen“. Erinnern statt vergessen. Solidarität statt Rassismus und Verdrängung. Damit aus dem Ankommen auch ein Bleiben wird.“

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